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irgendwann im jahre 3 – oder noch vorher? – hat sich mein „erster entwurf“ entscheidend verändert.

zu anfang, 1989, kam es mir klug vor, meine telefonnummer und die gesamten daten von (damals:)

„wiens laden“ hinten drauf ins impressum zu drucken. indem ich alter hase dennoch blauäugig und

kurzohrig genug war zu denken, die erste auflage dieses schwierigen handbuchs sei längst vergriffen,

wenn sich an besagten daten mal was ändern sollte….

stattdessen: erst ein roter stempel „neue adresse!: gleditschstraße…“. dann ein roter stempel „neue

adresse!: linienstraße…“.

aber irgendwann reichte stempeln nicht mehr… (spätestens nach der euro-einführung (anfang 2??)):

die auflage war jetzt 1600. also ‚etwa‘ weg und ‚16‘ statt ‚20‘.

und die währung hatte gewechselt. also ‚17€‘ statt ‚33dm‘.

und das ‚nachmittags‘ (heißen sollend: „bitte nicht vormittags!“) war mir dann doch peinlich, also weg

damit. und die neue statt der alten telefonnummer (juli 1: mein umzug in die linienstraße).

und alter ladentitel und -adresse weg mit pfeil zum roten stempel, und alte telefonnummer weg.

und die öffnungszeiten 13-18 & 11-14 in 14-19 & 12-18 umgequackelt.

all dies von hand mit der tuschfeder. –

 

und irgendwann ergab es sich, und bald wurde es zur regel, daß ich eben nicht nur die aufgezählten

korrekturen, also quasi negative, destruktive eingriffe in den text, gemacht habe, sondern quasi auch

positive, konstruktive: indem ich mir aus dem unteren teil des impressum-texts buchstaben zu wörtern

zusammengesucht und diese dann links unten gezeichnet hab. erstaunlich, wieviel verschiedenes sich da

bisher schon ergeben hat: „erde“, „ginster“, „plantage“, „lauch“, „weit“, „reiter“, „richtig“, „pleite“,

„hals“, „tal“, „china“, „wust“, „lager“, „wein“, „trichter“, „ich“, „tiger“ natürlich, aber auch „ötzi“. –

zuletzt meistens mit der blauen tusche.

sodaß man jetzt quasi unten im laden für 17 € ein t.s.-original kaufen kann, das oben erst ab mindestens

500 € zu haben wäre….