ziele
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tomas schmit, bald ist wieder schneckentreffen, 5.1.1996
tomas schmit war einer der pioniere der avantgardistischen kunst in den frühen 1960er und 1970er jahren, international renommierter fluxus-künstler, zeichner und autor einer biologisch fundierten ästhetik. in seinem werk behandelte er komplexe fragestellungen, kritisierte radikal die kunstwelt und machte das verständnis von natur zu seinem thema. nach seinem tod im jahr 2006 gründete barbara wien, galeristin und verlegerin, das tomas schmit archiv, um den nachlass zu bewahren, zu sichten und das werk lebendig zu erhalten. eine großzügige spende der architektin regine leibinger ermöglichte es 2021, die aufarbeitung des nachlasses wissenschaftlich fundiert und professionell weiterzuführen.
zur unterstützung wurde im dezember 2021 in berlin der verein schneckentreffen e. v. gegründet. er ist nach einer zeichnung von tomas schmit von 1996 benannt, bald ist wieder schneckentreffen, auf der sich zwei nacktschnecken auf zwei parallelen linien in entgegengesetzten richtungen zu den rändern des blattes bewegen.
zu den gründungsmitgliedern des vereins zählen neben barbara wien und regine leibinger, der verleger und buchhändler walther könig, die architekten louisa hutton und matthias sauerbruch, die künstlerinnen nina canell und mariana castillo deball sowie der rechtsberater andreas schmidt-hagius. er hat inzwischen mitglieder in berlin, freiburg, dresden, düsseldorf, köln, leipzig, malaga, new york, paris und wien.
hauptziel des vereins ist die verbreitung der konzepte, ideen und werke von tomas schmit. er unterstützt ausstellungen und publikationen rund um das werk von tomas schmit durch leihgaben, übersetzungen und eigene recherchen. im jahr 2022 initiierte er ein oral-history-projekt. ein zukünftiges projekt ist die herausgabe sämtlicher texte von tomas schmit in einer gesamtausgabe, das aktuell wichtigste die erstellung eines werkverzeichnisses. es wurde 2025 mit einer anschubfinanzierung durch wesentliche private spenden ermöglicht und wird betreut von berit schuck, literaturwissenschaftlerin und leiterin des tomas schmit archivs. barbara wien ist die herausgeberin.